Vermes revisited

Vor einigen Jahren habe ich Vermes‘ Hitler-Buch gnadenlos verrissen – was dessen Absatz keine merkliche Delle verpasst hat. An jenem Buch störte mich vor allem der Ansatz, mit einer faktisch unmöglichen Voraussetzung eine Geschichte zu schreiben, die von vornherein keine Auflösung finden kann. Nicht, dass jede Geschichte am Ende aufgelöst werden muss; das echte Leben folgt keiner Dramaturgie und Karma findet man auch immer erst hinterher. Das Menschlein, inner- und außerhalb eines Buches, sucht halt verzweifelt nach einem Sinn, den sein Leben haben könnte, zur Not erfindet es sich einen (vgl. Monty Python). Dazu braucht man aber mehr als einen Siemens Lufthaken als Angelpunkt.

Nun hat Vermes ein neues Buch herausgebracht: Die Hungrigen und die Satten. Auf der Suche nach umfangreichen Hörbüchern für mein Lauftraining bin ich darauf gestoßen und habe es mir aufs Ohr gepackt. Bei den ersten Kapiteln war ich noch skeptisch. Die Geschichte beginnt im hoffnungslosen Elend eines riesigen Flüchtlingslagers in Nordafrika. Flüchtlingselend als Hintergrund für Unterhaltung? Das kam mir arg frivol vor. Ich blieb aber dran, vor allem wegen Nadeche Hackenbusch, der Moderatorin eines Privatsenders, die sich nach eigenen Angaben „aus kleinen Behältnissen“ zum Star einer reality-soap hochgearbeitet hat (oder so was in der Art). Nadeche und der ganze Tross des TV-Senders werden mit hingebungsvoller Bosheit in ihrer ganzen selbstverliebten Dummheit vorgeführt und Christoph Maria Herbst liest das Ganze meisterhaft.

Schnellvorlauf: der Sender schickt Nadeche für eine Reportage in das Flüchtlingslager und castet vorher telegene Menschen, denen man vor laufender Kamera Gutes tun kann. Dabei tut sich ein junger Mann durch sybillinische Sprüche hervor, z.B. dass dem Löwen, der dich jagt, dein Name egal sei. (Ich zitiere aus dem Gedächtnis, beim Hörbuch kann man leider schlecht nachschlagen). Schnell hat er die Bezeichnung „Löwenmann“ weg, aus der spontan Lionel wird. Wie er wirklich heißt, erfahren wir nicht. Nadeche wird von den Zuständen im Lager so überwältigt, dass sie allen Ernstes und nicht nur für die Quote helfen will. Lionel ist immer an ihrer Seite. Noch-schnellerer Vorlauf: 150.000 Menschen aus dem Lager brechen zu Fuß auf nach Deutschland, generalstabsmäßig versorgt von einer Schleuserorganisation, die mit einer Flotte LKW jeden Tag Lebensmittel und Wasser heranschafft sowie Generatoren und WLAN-Posten, damit die Flüchtenden ihren Obolus von 5 Dollar pro Tag per Handy auch entrichten können. Selbst Dixi-Klos werden herangekarrt. Das TV-Team immer mittendrin. Nadeche und Lionel werden ein Paar und der Löwenmann gewöhnt sich schnell daran „mit deutscher Gründlichkeit geküsst“ zu werden.

Derweil spitzt sich die Lage in Deutschland zu. Nachdem der Treck der Wanderer jede Grenze problemlos überquert (weil die jeweilige Lokalregierung darauf vertraut, dass er bald wieder weg ist), muss sich die Politik damit zurecht finden, dass die Menschen tatsächlich bald an der Deutschen Grenze stehen. Man erwägt allen Ernstes, sie mit Waffengewalt zu stoppen. Die Debatten darüber gehören für mich zum besten Teil des Buches. Der Innenminister Joseph Leubl (für den alleine der Sprecher Herbst einen Oskar verdient hätte), prescht an einem Punkt vor mit der Ansage, man werde die Menschen in’s Land lassen. In einer hochemotionalen Ansprache legt er schlüssig dar, dass es keine moralische Alternative dazu gebe und zeigt ganz nebenher auf, wie Europa mit einer gezielten Migrationspolitik seine demographischen und wirtschaftlichen Probleme lösen kann.

Das wird in der Bevölkerung nicht gern gehört. Rechte Gruppen formieren sich, die Proteste eskalieren. Als der Treck immer näher kommt, tauchen aus dem Nichts radikale, bewaffnete und bestens organisierte „Bürgerwehren“ auf, die vor keinem Gewaltexzess zurückschrecken. Das Buch ist im August 2018 erschienen. Was Vermes hier bezüglich der Radikalisierung, Entschlossenheit und Gewaltbereitschaft der Rechtsextremen im Lande beschreibt, wirkt bedrückend prophetisch. Die Geschichte steuert dann auf ein gewaltsames Ende zu. Entgegen der klassichen Hollywood-Dramaturgie scheut sich Vermes nicht, seine Protagonisten erbärmlich verrecken zu lassen – anders kann ich es nicht sagen. Am Ende bleibt nur Nadeches Ex-Mann, der ihr Andenken versilbert. Jahre später kommt es dazu, dass Leubls Vision doch noch erfolgreich umgesetzt wird.

Ich habe das Buch mit Faszination und Anteilnahme gehört. In den letzten Kapiteln kippte es für meinen Geschmack zwar von konstruiert, aber glaubhaft, zu bemüht konstruiert. Trotzdem eine erstaunlich unterhaltsame Auseinandersetzung mit den schwierigen Themen Migration und Rechtsextremismus.

Und demnächst rechne ich mit Kirchhoff ab.

Timur Vermes: Die Hungrigen und die Satten. Eichborn, 2018.

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Was für ein larmoyanter Scheiß – warum ich mich schäme, ein alter weißer Mann zu sein

Die Besprechung des Buches kommt noch. Aber die Überschrift ist doch schon mal geil, oder? Aber auch nur zur Hälfte wahr. Ich bin ein alter weißer Mann, aber das macht mir nix aus. Medizinisch ist das bekackt, aber ich schäme mich nicht dafür. Aber Bodo Kirchhoff sollte das tun. Sein Versuch, Holden Caulfield zum Helden einer griechischen Tragödie zu stilisieren, ging so was von in die Hose. Details demnächst. Aber bevor ich Kirchhoff zerlege, muss ich erst noch Vermes rehabilitieren. Sein Hitler-Buch habe ich ja seinerzeit in Grund und Boden verrissen, aber „Die Hungrigen und die Satten“ hat mich begeistert.

Stay tuned!

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Zu Hause im Dschungel

Ende 2019 habe ich mich zur Unruhe gesetzt. Zwei Jahre im Kunstmuseum Stuttgart waren aufregend und spannend, aber am Ende des Tages selbst für mich zu blond. Und außerdem starte ich 2020 in der AK M60, da muss ich auftrainieren! Wer weiß, ob ich in 10 Jahren noch Lust dazu habe. Oder inzwischen irgendeinem Unfug zum Opfer gefallen bin. Im Januar habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet und bin dort quasi eingezogen, bis dann Mitte März Schluss mit lustig war. Seither hopple oder radle ich wieder an der frischen Luft, obwohl bei schönem Wetter die Einhaltung von 2 Meter Abstand die Slalomkünste einer Rosi Mittermaier erfordern. Auf dem Neckar-Radweg zwischen Marbach und Ludwigsburg-Hoheneck gibt es zeitweise Blockabfertigung. Mein genialer Plan, die AK 60 aus dem Stand aufzurollen, hat sich damit schon vor Saisonbeginn erledigt. Die anderer Hobbyletten haben dieses Jahr auch Trainings-Kilometer ohne Ende… An den Ruhetagen widme ich mich der Handarbeit. Nach dem Pullover im Muster der Seehasen-Bahn Singen-Radolfzell wurde auch der Regionalbahn-Pullover fertig, bevor der Frühling endgültig ausbrach:

 

Nach dem Ende meiner Karriere als Sesselfurzer hatte ich eine schöne Sammlung an Selbstbindern übrig, für die ich auch schon eine Idee hatte. Im Stoffgeschäft meines Vertrauens kaufte ich einige Meter Futterstoff und Bügelvlies und machte mich an die Arbeit. Den ersten Prototyp schneiderte ich aus zwei Krawatten, um die es nicht arg schade war:

Dilb

Mit der Erfahrung aus diesem Projekt wagte ich mich an die edleren Stücke mit den Dschungel-Motiven. Eines davon habe ich während meiner italienischen Phase in Verona gekauft, das andere während meiner vorgetäuschten Hochzeitsreise in Windhoek. In Wirklichkeit war ich in Windhoek zu einem Vorstellungsgespräch gewesen, das wollte ich meinem damaligen Chef aber nicht auf die Nase binden. Und weil ich in der Woche zuvor geheiratet hatte, habe ich ihm erzählt, wir hätten die Hochzeitsreise gewonnen, die der Regensburger Kaufleuteverband für das schönste Brautpaar des Jahres ausgelobt hatte. (Als ich ein Jahr später gekündigt habe, fragte ich, ob er das denn geglaubt hätte; er sagte ja. Dabei war der nicht mal blond!) Ich hatte allerdings riskiert, dass mein Chef meiner Frau über den Weg läuft, mit der ich vorgeblich am Flittern war. In dem Fall hätte ich mich damit herausgeredet, dass die schon mal in Afrika war…

Die Entstehung der zweiten Weste habe ich in einem „making of“ Video dokumentiert. Unter Verwendung eines Stativs und zweier Kameras im Wechsel (wegen Akkulaufzeit) entstanden knapp 100 Minuten Videomaterial. Weil nach der Kjartansson-Ausstellung kein Schwein den Nerv hat, sich das anzusehen, haben ich nach der Schneider- die digitale Schere angesetzt und weite Teile auf 4-fache Geschwindigkeit beschleunigt. Hier das Werk:

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Ausländer als Ohrwurm

Neulich habe ich von meinen Malaisen mit dem mobilen Blitzer erzählt. Mein erster Anlauf für den ersten Satz war: „Was seh ich, als ich gestern auf der Straße geh?“. Und Zack, der Ohrwurm hatte sich festgesetzt. Es war das Ausländer-Lied von Georg Kreisler. 1963 aufgenommen, wie ich jetzt gesehen habe. Ein launiges Liedchen über den alltäglichen Rassismus. Und leider aktueller denn je. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zeigen immer dreister ihre hässliche Fratze. Aus der niederschwelligen, allgegenwärtigen Antipathie gegen alles Fremde ist knapp 60 Jahre später offen gelebter Hass geworden, der vor immer weniger zurückschreckt und von immer weiteren Kreisen als normal akzeptiert wird (Stichwort: das wird man doch noch sagen dürfen). Statt „Geh doch nach drüben“, der damals beliebten verbalen Keule insbesondere für Kritiker des größten bayerischen Landesvaters aller Zeiten, wirft man liberalen, weltoffenen Menschen heute Todesdrohungen und andere Gewaltphantasien an den Kopf.

Das Lied zeigt in seiner Skurrilität den ganzen Schwachsinn auf, der hinter der selbst gezimmerten xenophoben Weltsicht steht. Das beginnt schon mit der Zuschreibung der Ausländischkeit. Woran hat der Erzähler das festgemacht? Hautfarbe, Haare, Kleidung, Sprache, Accessoires? (Stichwort: Nein, wo kommen Sie wirklich her?). Dann die spontane Reaktion: Schnappatmung ob der Unverschämtheit, dass dieser Mensch existiert; Kernschmelze jeglichen vernünftigen Denkens; abstruser Aktionismus; und am Schluss gibt man dem „Ausländer“ die Schuld für die eigene Blödheit.

Zur Erheiterung und Abschreckung hier der komplette Text:

Der Ausländer
T.u.M. Georg Kreisler
Erschienen 1963 bei Preiserrecords

Was seh ich, als ich gestern auf der Straße geh?
Der Schreck tut mir heut noch weh:
Oh Gott, einen Ausländer!
Er lässt die Leute still an sich vorbei gehn,
Als wollt er sagen: wart, ich werd’s euch zeigen!

Ich bin doch sonst ein ruhiger und beherrschter Mann,
Den nichts irritieren kann –
Außer ein Ausländer.
Als dieser plötzlich weiter ging, da dacht ich: saperlott,
Dem geh ich nach, ich bin doch Patriot!

Das ist wieder typisch!
Er ist doch schließlich nur ein Ausländer, nicht mehr!
Und geht so sorgenfrei,
Als ob er Schweizer sei,
Durch den Verkehr.
Ich muss hinterher!

Das ist wieder typisch!
Er sieht den Leuten, die ihn anschaun, ins Gesicht!
Und wenn er stehen bleibt,
Wie’s ihn gleich weiter treibt,
Den Bösewicht!
Mich bemerkt er nicht.

Vor der großen Kirche auf dem Hügel bleibt der Schurke endlich stehn.
Und er reißt die Augen auf, als hätt‘ er diese Kirche nie gesehn!

Das ist wieder typisch!
Jetzt geht er in die Kirche rein, so ein Sch… kandal!
Obwohl ich Schweizer bin,
War ich noch niemals drin,
Doch dieses Mal –
Bleibt mir keine Wahl.
Fatal!

Ich denke oft des Nachts, während mir das Blut gerinnt:
In anderen Ländern sind
Überhaupt nur Ausländer!
Doch hier versucht sich keiner einzunisten –
Nur im Tessin n‘ paar steinreiche Touristen.

Dafür sind wir auch auf der ganzen Welt bekannt:
Wir sind das einzige Land
Mit ausschließlich Inländern!
Und wenn nicht grad Saison ist und s‘ kommt trotzdem wer vorbei,
Dann schnappt ihn uns’re Fremdenpolizei.

Das ist wieder typisch!
Ich musste lange vorm Hotel auf Wache stehn.
Ich denk, er kommt um acht,
Was glaub’n Sie, was er macht?
Er kommt um zehn!
Ich hab ihn gesehn.

Das ist wieder typisch!
Er hatte nämlich nachts zuvor ein Rendezvous
In einer kleinen Bar,
Doch als er hinkam, war
Die Bar schon zu! Haha!
Na, da gab er Ruh! Hahaha!

Plötzlich spricht er mich an
Und schon nach den ersten Worten war ich platt!
Das war ja gar kein Ausländer,
Das war ein Käufer aus der nächsten Stadt!
Sehn Sie, was man mitmacht!

Das ist wieder typisch!
Da kommt ein Ausländer in uns’re Stadt voll List,
Geht üb’rall aus und ein,
Ich schleiche hinterdrein,
Seh alles, was er macht,
Bleib auf die ganze Nacht,
Geh selber nicht nach Haus
Und dann stellt sich heraus,
Dass dieser Ausländer ein Einheimischer ist!
Ist doch wieder Typhus!
Äh, typisch!

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Blitzermarathon mit Hindernissen

Als Radler ein ordentliches Blitzerfoto zu bekommen, kann ganz schön mühsam sein. Seit Jahren träume ich davon, einmal einen Blitzer in einer 30er-Zone zu erwischen. Und dann das: in Ludwigsburg wurde tatsächlich in einer Straße, wo das fast nicht möglich ist, Tempo 30 ausgerufen und seit drei Tagen steht dort der neue, mobile Hightech-Blitzer. Um das Thema Fahrrad und Tempolimit ranken sich ja so einige Gerüchte: angeblich gelte ein Tempolimit nicht für Rad Fahrende, weil das Fahrzeug nicht zwingend mit einem Tacho ausgerüstet sei, behauptet eines. Was aber, wenn man nachweisen kann, dass der Radler die erlaubte Geschwindigkeit vorsätzlich erheblich überschritten hat, um den Blitzer auch wirklich auszulösen? Ich distanziere mich deshalb ausdrücklich von folgender Vorgehensweise, die ich mir rein hypothetisch in meiner blühenden Phantasie ausgedacht habe:

Aha. Ein Blitzer! Bei Tempo 30. Bergab. Mit dem Rad schafft man das locker. Man muss aber den Autos entsprechend Vorsprung geben, damit die einen in ihrer Panik nicht ausbremsen! Also eine Lücke abwarten, zwei Minuten hyperventilieren, einklicken und losfahren. Mittleres Blatt, großes Blatt, (warum bin ich hier mit dem Trekkingrad unterwegs? Weil ich zu faul bin, wegen so einem Scheiß extra heim zu fahren und das Rennrad klar zu machen), die Ritzel durchgeklickert bis die Kette da ist, wo sie hin gehört: rechts! (Da gehört NUR die Kette hin! [Anm. d. V.]). Tempo und Laktat steigen stetig an. Wo steht denn jetzt der blöde Blitzer? Haben die den abgebaut, während ich Einkaufen war? Das wäre ja eine Infamie besonderen Ausmaßes! Noch 100 Meter bis zur Ampel und ich hänge hinter den regelkonformen PKWs – also zu wenig Vorsprung gegeben. Da steht der Blitzer dekorativ am Straßenrand und macht: Nichts! Was für ein Frust… Geschlagen geben? Niemals! Also umgedreht und den Berg wieder hoch. Was macht man nicht alles für die Gesetzlosigkeit… Diesmal warte ich nach dem letzten Auto extra lange. Inzwischen weiß ich auch, wo der Blitzer steht. (Nicht vergessen: alles in meiner Phantasie). Nochmals die Gänge durchgeklickert und die Pumpe angeworfen. Diesmal krache ich mit Highspeed an dem Gerät vorbei. Sehe aber keinen Blitz. Für einen weiteren Anlauf bin ich zu faul.

Was solls – ich steh zu dem Scheiß, den ich baue! Natürlich hat sich all das nicht in meiner Phantasie, sondern im echten Leben abgespielt… Ich wusste nicht, ob da ein Foto rauskam oder nicht, bei all der Mühe, die ich mir gegeben hatte. Also bin ich auf die facebook-Seite der Polizei Ludwigsburg und habe da schüchtern angefragt (für einen Freund), ob die gegen 14:35 Uhr einen Radler geblitzt hätten. Die erklärten sich aber für nicht zuständig und verwiesen mich an den städtischen Vollzugsdienst. Auf eine Antwort auf meine Mail an Letzteren warte ich noch. Aber wenn das Foto was wird, gebe ich im schlimmsten Fall für ein paar Wochen den Lappen ab. Schließlich habe ich 5-6 Räder 😉 Und das Foto käme prominent auf mein Parship-Profil!

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Widerstand ist zwecklos

Die Versuchung hat das bei mir aufgegeben. Ich spring so schnell auf alles an, das macht gar keinen Spaß mehr…

Mit meinem Umzug nach Stuttgart habe ich mein Mobilitätsverhalten inklusive Fuhrpark radikal verändert. Der größte Einschnitt bestand darin, dass ich schweren Herzens einen Großteil meiner Fahrräder verkaufen musste. Ein üppiges Haus mit zwei Garagen schränkt einen da deutlich weniger ein als eine Etagenwohnung in Stuttgart. Ein Nebeneffekt war, dass ich vor lauter Bargeld aus dem Verkaufserlös eine Zeit lang nicht mehr zum Geldscheindrucker musste und beinahe die Geheimzahl vergessen habe. Das Auto abzugeben war da wesentlich einfacher. Die meisten Strecken fahre ich mit dem alten Fahrrad, zwei Kilometer zur Arbeit, ins Hallenbad genau so weit. Wenn ich doch mal ein Auto brauche, habe ich im Umkreis von 500 Metern mehrere Stadtmobil-Stationen, wo ich für kleines Geld eines leihe. Dazu gibt es noch die Leihräder der Bahn für spontane Spritztouren. Und dann gibt es ein Leihangebot, das für den linksgrünversifften Städter so genial ist, dass ich nur auf einen Vorwand gewartet habe, zuzuschlagen: in Stuttgart kann man Lastenräder ausleihen! Mehrere Geschäfte, die Lastenräder besitzen, haben sich zur Lastenradinitiative zusammengetan und verleihen diese Geräte gegen eine kleine Spende an registrierte Benutzer. Heute habe ich beim Bioladen meines Vertrauens (wo ich seit einer Woche Mitglied bin, aber das ist eine andere Geschichte, die auch mit der Schokoladentour zusammenhängt) ein Yuba Mundo gechartert und habe Gerätschaften aus dem 18 Kilometer entfernten Ludwigsburg abgeholt. Gestartet bin ich voll bester Vorsätze und hab den Motor erst mal ausgestellt. In der Ebene ging das wunderbar, aber an der kleinsten Steigung merkte ich das Gewicht ganz schön. (Das vom Fahrrad, meines bin ich ja gewohnt). Am Fußgängersteg über den Arnulf-Klett-Platz gabs dann eine kleine Panne: die Kette sprang vorne nicht aufs kleine Blatt und ich bin nach 5 Metern jämmerlich verhungert. Irgendein Nasenbär hatte den inneren Anschlag verstellt – ich habs instandgesetzt. Als es aus dem Kessel hinausging, habe ich doch den Akku angeworfen. Ich bin so was ja nicht gewohnt und war dann schwer beeindruckt. Fünf Stufen kann man einstellen. Die erste reichte fürs meiste aus, mit 3 und mehr flog ich die Steigungen nur so hinauf. Unterm Strich läuft es drauf hinaus, dass man bergauf wahlweise etliche (wegen des Gewichts) Gänge runterschaltet oder eben die elektrische Unterstützung einen Ticken hochdreht. Weils pressiert hat, habe ich gern letzteres gewählt. Mit dem Saft aus der Dose kommt man auch bei voller Zuladung zügig von der Ampel weg und kann geschmeidig im Stadtverkehr mithalten, 30 Sachen sind locker drin und bei entprechender Verkehrsdichte kommen die Autos eh nicht wesentlich schneller voran. Von Zuffenhausen zum Pragsattel bin ich auf dem Radweg gefahren. Auf den 1,7 km bin ich an jeder Ampel den gleichen Autos begegnet! Pünktlich um 2 Uhr war ich wieder am Laden und habe das Gefährt schweren Herzens wieder abgegeben. Gerade noch rechtzeitig, bevor ich mich zu sehr an den Motor gewöhnt habe…

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Prämissen, Postmissen und Vermissmeinnicht

Heutzutage schließt man ja seinen Reisekoffer drei mal ab, selbst wenn auf dem Heimflug nur Schmutzwäsche drin ist; und vielleicht ein Kilo Sand; und eine schlecht verschlossene Tube Vanilleeis. Wenn ein Fahrrad im Koffer ist, das mehr kostet als eine Luxuskreuzfahrt, dann natürlich erst recht – aber in welchem Koffer steckt schon ein sündteures Fahrrad? Richtig: in einem Fahrradkoffer! Darum braucht, wer ein teueres Rad sein eigen nennt, irgendwann so einen Koffer, zumindest gefühlt. Weil man ja schon mitten im Winter auf irgendwelchen sonnenverwöhnten Inseln Kilometer schrubben muss, um unter MAMILs seinen MAMIL zu stehen. Im Umkehrschluss und um es kurz zu machen: ohne den zugehörigen Schlüssel ist so ein Koffer nicht viel wert. Nachdem ich mich über die letzten Jahre vom MAMIL zum FAS weiter entwickelt hatte, war mir das natürlich klar. Und weil ich als FAS keinen Radkoffer brauche, und weil der auch nicht in meine neue Bude passt und ich ihn deshalb verhökern wollte, habe ich den zugehörigen Schlüsselbund gehütet wie meinen Augapfel. Aber manchmal weiß man halt nicht, wo einem der Kopf steht… Jedenfalls habe ich vorletzten Sonntag den Koffer zur Auktion freigegeben und folglich war er gestern Abend verkauft. Und der Käufer hat mich mit dem Wunsch nach Abholung heute total überrumpelt. Heute früh also totale Panik: wo der Koffer steht, war ja relativ klar: in der neuen Bude jedenfalls nicht! Aber wo sind die vermaledeiten Schlüssel? Wochenlang hatte ich sie immer wieder in der Hand und war stolz wie Oskar, dass da ein korrrekt beschrifteter Schlüsselanhänger dranhing. Aber jetzt? Totale Ahnungslosigkeit! Vor der Arbeit habe ich die üblich verdächtigen Plätze abgesucht und nichts gefunden. Macht nix, dachte ich, dann muss er in der alten Wohnung sein, nahe beim Koffer. Nach der Arbeit bin ich zur S-Bahn geradelt, mit dieser in die mittelalte Heimat, dort zur alten Wohnung, habe in das Schlüsselkästchen geschaut und: nichts! Überrascht hat mich das nicht wirklich… Mein Bartschneider ist beim Umzug auch spurlos verschwunden und nicht einmal die Anschaffung eines neuen hat ihn heraufbeschwören können. Während ich noch derwischmäßig durchs Haus rotierte, klingelte schon der Käufer an der Tür. Zerknirscht beichtete ich ihm meine Idiotie. Zu meiner Erleichterung ging er auf den Vorschlag ein, einen erheblichen Teil des Kaufpreises einzubehalten, bis ich die Schlüssel wieder gefunden hätte.

Der Käufer, welcher sich nicht wirklich sicher war, ob er ein glücklicher sein solle, zog mit seinem unverschließbaren Koffer von dannen. Zwei Minuten später fiel mir natürlich siedend heiß ein, wo der Schlüssel in der neuen Wohnung rumlag. Nach einer ökologisch korrekten Rückfahrt mit Rad und Öffis stürzte ich mich sofort auf das Schüsselchen mit den besonderen Schätzen. Von Schlüssel keine Spur… Frustriert schlich ich um mich herum und suchte nach einem Ausweg. Am Schluss fand ich die Schlüssel natürlich – am 3. üblich verdächtigen Ort. Mail geschickt, Schlüssel eingetütet, morgen gehts zur Post, Ehre halbwegs gerettet – und hiermit öffentlich gebüßt.

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Cornwall & Cornwall 6/x

Die nächsten Tage folgten dem gleichen Schema: viel Wind, Wechsel aus Regen und Sonne, zwei mal täglich ins Meer und dazwischen haben wir hemmungslos gefuttert. Skipper Barry gab eines Abends ein Konzert, Gitarre und Gesang, traurige Lieder von schottischen Seeleuten, die immer noch mal zum letzten Mal anheuern, oder die in einer Leprakolonie enden. Am Donnerstag gab ich noch eine Sondervorstellung rund ums Schiff.

Dann fuhren wir zurück nach Newlyn. Die Frage, ob wir Freitag früh nochmal schwimmen würden, wurde mit dem Hinweis verneint, dass wir nach dem abendlichen Besuch im Pub sowieso entweder auf der Polizeistation oder im Krankenhaus enden würden… Nach dieser Ankündigung verlief der Abend eher enttäuschend. Im ersten Pub holten sie missmutig die Stühle wieder von den Tischen und erlaubten uns ein Bier. Im zweiten war ich mit der Crew alleine. Weil die Bedienung aus Italien kam, nahm sie es mit der Sperrstunde nicht ganz so genau und wir bekamen auch hier noch was. Freitag quetschte sich der Großteil der Gäste in Petes Range Rover. Pete brachte uns zum Bahnhof in Penzance, wo wir uns verabschiedeten und in unsere jeweiligen Waggons verzogen.

Im Zug bekam ich die volle Dosis der anderen Welt – die mir nicht wirklich gefehlt hatte. Vier Hühner auf dem Wochenendtrip nach London setzten sich vor mich, zogen Cyder-Dosen raus und glühten schon mal vor für den Abend. Später stieg ein schräger Vogel ein, setzte sich neben mich und bot mir eine Dose Cyder an. Ich lehnte dankend ab, dafür holte er mir einen Cappuccino aus dem Barwagen. Zur Strafe durfte ich mir die Story vom Pferd anhören. In einem Moment erzählte er, wie gut die Wirtschaft auf dem Kontinent liefe und dass man besser rübergehen solle; dann riet er übergangslos den Iren, dem gloriosen britischen Beispiel zu folgen und den Irxit zu machen, statt ihre fickenden Fischereirechte fickenden Spaniern zur Verfügung zu stellen. Zum Glück kam an der nächsten Station die Person, die den Sitz reserviert hatte und mein verbalkopulierender Weggenosse musste weiter ziehen. Nach öder Warterei in Heathrow und einem halb verschlafenen Flug kam ich todmüde in Stuttgart an. Immerhin hat meine Lieblingstochter inzwischen den Führerschein und so kam ich halbwegs bequem nach Hause.

Hier einige Impressionen der letzten Tage:

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Cornwall & Cornwall 5/x

Was bisher geschah:

Cornwall & Cornwall 1/x
Cornwall & Cornwall 2/x
Cornwall & Cornwall 3/x
Cornwall & Cornwall 4/x

Einige Leute aus der Gruppe versuchten alles, um ihre Badekappen zu weiten. Ich war da weniger zimperlich. Ich hab zwar einen Quadratschädel, aber der ist stabil genug für so n bisschen Silikon.

Auch von Scheuerstellen blieb ich zum Glück verschont. John war übel aufgerieben und auch andere griffen nach dem Schwimmen tief in den Cremetopf. Susie und John empfehlen einen speziellen Gummikragen.

Um 10 sprangen wir über die Reling. Erst mal zur Rettunsbootstation an der Küste, dann diese entlang, zwischen Felsen durch, mit der Brandung in Höhlen hinein und gegen die Brandung wieder heraus. Mit letzter Kraft kämpften wir uns um eine exponierte Landspitze herum, dann brachten uns die Schlauchboote zurück zum Schiff. Bei Tee und Sandwiches diskutierten die Guides mit dem Skipper und dem Eigner über das weitere Programm. Diverse DVDs über Schiffsunglücke stünden zur Auswahl, verriet man uns. John rettete uns mit dem Hinweis, dass ja Sonntag sei, es noch Braten gäbe und wir uns den noch verdienen müssten. Also schwammen wir 55 Minuten durch eine Bucht, über Kelpwälder am Strand entlang und quer durch zurück. Die Weiterfahrt nach Falmouth war wieder stürmisch. Endlich machten wir an einer Boje fest. Zu Feier des Tages gab es den bereits erwähnten Braten, eine Geburtstagstorte für Susie sowie meterweise Seemannsgarn. Stefan erzählte uns die Geschichte des Schiffes, den Zusammenhang mit der Cutty Sark und die Herkunft des Namens (aus einem Gedicht von Sir Walter Scott). Barry ließ sich nicht lumpen und steuerte die Geschichte bei, wie sie ein Schwein auf dem Schiff hatten und eine Kajüte zum Stall umbauten.

Hier die Doku der beiden Schwimmstrecken:

Und hier ein paar Fotos:

Am nächsten Morgen fuhren wir in aller Frühe den Fal hoch, wo wir einen Morgenschwumm von 2 km absolvierten. Das Wasser im Fluss war immer noch salzig und dazu auch noch trübe. Ein bisschen Regen, viel Sonne und noch mehr gute Laune waren angesagt. Beim zweiten Frühstück kam die schlechte Nachricht: mit Scilly würde es definitiv nichts werden, die Windwarnungen waren zu riskant. Pete tröstet uns, wir würden an der Ostseite der Halbinsel genügend schöne Schwimmstrecken finden (er hat Recht behalten). Von nun an hieß es: Fly by the Hoof, frei übersetzt: Navigation auf Sicht.

Nachmittags ein Ausflug an Land, einmal um das Trelissick House herum. Beim Anlanden mussten wir 20 Meter durch Schlamm waten; ich dachte an Wattwürmer. Pete wollte Susie galant an Land tragen, natürlich fielen beide in den Schlamm…

Am Abend dann das große Abenteuer, das unter dem Motto stand: What could possibly go wrong? – Was kann schon schiefgehen? Wir schwammen den Fal hoch, an der Fähre vorbei zu den Kühlfrachtern, die dort den Sommer über geparkt waren, bevor sie im Herbst Obst aus Südamerika holen sollten. Zwei lagen dicht nebeneinander vor Anker, durch Fender auf Abstand gehalten. Die Guides beschlossen, erst mal Simon vorzuschicken; wenn der aus eigener Kraft wieder rauskäme, sollten wir dort ein Gruppenfoto machen. Andernfalls nicht. Simon gab Entwarnung und wir fotografierten unter großem Hallo zwischen den Bugnasen der mächtigen Schiffe. Dann entdeckte jemand – wer, ließ sich nicht mehr feststellen – , dass man auf Wasserhöhe zwischen den Frachtern durchgucken konnte, hinten war Licht. Die ganze Meute bretterte in den schmalen Spalt. Über uns ragten stählerne Wände in den Himmel. Der Spalt wurde immer enger, es fühlte sich an wie schulterbreit, das Wasser war von den Vorderleuten aufgewühlt. Unsere aufgeregten Schreie hallten in diesem Canyon hin und her, bis wir zwischen den gigantischen Steuerrudern herauskamen und hofften, dass nicht gerade der wöchentliche Probelauf der Schiffsschrauben anstünde. Pete kam mit dem Schlauchboot außenrum, zwischendurch hat er nicht gepasst.

Hier die Schwimmstrecken und Fotos:

Fortsetzung folgt…

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Cornwall & Cornwall 4/x

Nach dem Essen fuhren wir zum Nachmittagsschwumm. Ich nutzte die Gelegenheit, als John mal wegmusste, und grabschte mir das Steuerrad.
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John hat in seiner Jugend viel Zeit in dieser Gegend verbracht und hat hier auch viel gesegelt. Jetzt fahren wir zwar unter Motor, aber er ist am Steuer überglücklich. Später in seinem Leben war John im Auftrag ihrer Majestät und von Lady Thatcher auf den Falklandinseln und weiß darüber mindestens so viel, wie Forrests Freund Bubba über Shrimps weiß; und er gibt sein Wissen hemmungslos weiter. Aber das führt jetzt zu weit.

Die Verantwortlichen suchten eine Bucht zum Ankern für den Nachmittag. Erst im dritten Anlauf hielt der Anker und wir stiegen wieder in die Schlauchboote, die uns zum Ausgangspunkt brachten. Diesmal schwammen wir an der Küste entlang, über Felsblöcke mit Kelp, der in der Dünung hin- und herschwang. Die Boje ließ ich den Rest des Urlaubs weg. Ich hatte eine Möglichkeit gefunden, die Kamera so an einen Gürtel anzuflanschen, dass sie nicht störte und ich einigermaßen gut drankam. Auf die Neosocken, die ich am Morgen noch anhatte, verzichtete ich in der Folge ebenfalls. Erstens waren sie thermisch unnötig und zweitens floss so die Pisse besser aus dem Neo. Wer noch nie in den Neo gepinkelt hat, der werfe den ersten Blasenstein!

Vor einer Piratenhöhle gab es wieder tief fliegende Trinkflaschen. Weiter ging’s zu einem Strand, von wo aus die Boote uns zum Schiff brachten. Mit Tee und Keksen stärkten wir uns für die äußerst stürmische Weiterfahrt. Während in der Kombüse Schaumkronen im Kochtopf schwappten, ging draußen die die Sonne in spektakulären Farben unter.

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Um 21:15 fiel der Anker und wir futterten einen köstlichen Hühnereintopf. Alt wurde niemand.

Crispin war so nett, alle Schwimmstrecken aufzuzeichnen und zu teilen; hier die von diesem Tag:

Obwohl fix und foxi, wachte ich um 5 mal auf und tastete mich im Halbschlaf zur Bugtoilette vor. Auf dem Rückweg wunderte ich mich, dass ich die Kajütentür offen gelassen hatte, aber so genau erinnerte ich mich nicht mehr. Ich tastete mich zur Koje und deponierte meine Brille in der Ablage; stellte verwundert fest, dass da was drin lag, was ich da nicht hingetan hatte; stellte nahezu gleichzeitig fest, dass in der Koje jemand lag, den ich nicht kannte. Gaaaanz vorsichtig nahm ich die Brille wieder an mich und suchte die richtige Kajüte auf. Um 7:30 wachte ich wieder auf, machte mich hübsch und ging nach oben. Dort schlichen schon ein paar müde Gestalten herum und John quasselte Jos ein Ohr ab. Beim Frühstück lernten wir von Pete noch interessante Details über die Organisation der Lebensretter. Die staatliche Unterstützung wird stetig zurückgefahren, darum stehen am Strand nicht nur die mehr oder weniger muskulösen, aber allzeit braungebrannten Mädels und Jungs, sondern auch Mitglieder der Jugendorganisation, die die Strandbesucher auf dem Weg zum Parkplatz abfangen, umarmen und nach Feedback und Spenden fragen. Der Fachbegriff für diese Leute ist Chuggers – Charity Huggers.

Fortsetzung folgt.

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